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Neuaufbau der Musikkapelle ab 1972
Es liefen gerade die Vorbereitungen für die 100-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr, als einer Festausschußsitzung zu Beginn des Jahres 1972 die Frage auftauchte, wie man den Freitagabend gestallten könnte. Dabei kam Konrad Ulbricht sen. die zündende Idee, man könne doch in Fremdingen wieder eine Musikkapelle zusammenstellen, seien doch genügend "alte", erfahrene Musikanten noch da. Noch auf dem Heimweg von dieser Sitzung und in den nächsten Tagen befragte er diese Musikanten, die sich alle spontan bereit erklärten, in einer Fremdinger Kapelle mitzuspielen. Als ein Glücksfall erwies sich, daß Alfred Irmler, damals noch Lehrer in Bollstadt und später Rektor der Volksschule Fremdingen, die Leitung übernahm und mit Konrad Ulbricht eine 36 Musiker starke Kapelle aufbaute. Neue Instrumente wurden beschafft - dabei ist wieder die Mithilfe Konrad Ulbrichts in dankenswerter Weise zu erwähnen. Er verschaffte auch der Kapelle den kleinen Bass - der später in der Jugendkapelle von Daniel John gespielt wurde -, der noch aus der Gründungszeit von vor 1871 stammt. Die Begeisterung für die "neue" Kapelle übertrug sich auch auf die Kinder und Jugendlichen. An der Volksschule wurde unter Rektor Siegfried Bschorer ein "Musikalischer Mittwochnachmittag" eingerichtet, wo die jungen Musikanten an den verschiedenen Instrumenten ausgebildet wurden. Schließlich wurden rote Leibchen angeschafft, um für den ersten großen öffentlichen Auftritt, das Fremdinger Feuerwehrfest, "schwäbisch" gekleidet zu sein.
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Stürmisch gefeiert wurde die "junge" Kapelle bei ihrem ersten großen Auftritt beim Fremdinger Feuerwehrfest 1973. Dirigent Alfred Irmler stimmt hier schwungvoll das Prosit an.
Am 4.Oktober 1973 wurde der "Musikverein Fremdingen" offiziell gegründet, mit einer Satzung versehen, eine Vorstandschaft gewählt und in der Folgezeit um passive Mitglieder geworben. Und seit dem 1.Januar 1974 ist der Musikverein Fremdingen Mitglied des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes, zunächst im Bezirk 17, seit der Neuordnung im Jahre 1988 im Bezirk 16.
14.Juli 1974 - Die Neue Tracht wird “gründlich eingeweiht”
Bei den Musikanten war der Wunsch nach einer einheitlichen Tracht nicht mehr zu überhören, nach Anschaffung von schwarzen Kniebundhosen, weißen Kniestrümpfen und schwarzen Haferlschuhen trat man am 14.Juli 1974 in Röckingen beim Umzug anläßlich der 100-Jahrfeier des Krieger- und Soldatenvereins erstmals in dieser Uniform auf. Schriftführer Willi Pollithy bemerkte dazu trocken: "Die Uniform wurde dabei gründlich eingeweiht." Er hatte dabei sicher nicht nur den heftigen Gewitterregen im Sinn, der bei diesem Umzug auf die neue Kleidung niederging, sondern auch die großartige Kameradschaft unter den Musikern.

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